Eiweiß

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Eiweiß (Proteinkonzentrate)

Grundsätzlich sind dies Pulver in verschiedensten Geschmacksrichtungen mit 75-95% reinem Eiweißanteil (dieser bestimmt auch größtenteils den Preis des Produktes). Sie sollen einen erhöhten Eiweißbedarf durch Sport decken, bzw. den Muskelerhalt während einer „Diät“ unterstützen. Gerade bei einem erhöhtem Eiweißbedarf haben sie den Vorteil gegenüber größeren Mengen Fleisch, keine negativen Begleitstoffe wie tierische Fette, Purin oder „Cholesterin“ zu enthalten.

Eiweißkonzentrate enthalten dabei nicht nur einen hohen Proteinanteil, sondern auch andere Bestandteile des Ausgangsnahrungsmittels wie z.B. Milchzucker.

Eiweißisolate sind im Prinzip „gereinigte“ Proteine und enthalten kaum noch diese Begleitstoffe – sind dadurch aber in der Regel auch etwas teurer.

 

Milcheiweiß (Casein)

Der Ausgangsstoff für Caseinpulver ist in der Regel Kuhmilch, denn diese besteht zu etwa 80% aus Casein. Somit ist Casein auch in Käse und Quark zu finden (sehr gute natürliche Caseinquellen).

Casein wird auch gerne als „antikataboles Protein“ bezeichnet, also ein Protein welches den  Muskelabbau verhindern soll. Dies liegt daran das es im Magen in eine gelartige Masse umgewandelt wird, die nur portionsweise in den Darm transportiert wird (biologische Wertigkeit: 80). Dadurch wird die Aufnahme des Proteins über einen längeren Zeitraum ausgedehnt und der Aminosäurespiegel im Blut steigt nur langsam an bzw. bleibt recht lange erhöht. Deswegen empfiehlt sich eine Einnahme auch vor dem Schlafengehen oder bei einer längeren (6 Stunden und mehr) Essenspause in welcher keinerlei Proteine mit der Nahrung aufgenommen werden (können).

Außerdem hat Casein einen relativ geringen Gehalt an BCAAA´s.

 

Molkenprotein (Whey, Laktalbulmin)

Da Laktalbulmin nur etwa 20% der Kuhmilch ausmacht, erklärt sich auch der etwas höhere Preis.

Der Unterschied zum Casein liegt in der höheren biologischen Wertigkeit (104) und der dadurch schnelleren Verfügbarkeit/Aufnahme.

Aus diesem Grund bietet sich die Aufnahme direkt nach schweren körperlichen Anstrengungen (Sport) an, da die beteiligten Muskeln dann schnell Proteine zur „Reparatur“ und somit zum Aufbau/Erhalt benötigen. Als Isolat und mit Wasser gemischt, bietet sich dieses Proteinpulver aufgrund des sehr niedrigen Gehaltes an Milchzucker und Fett gerade für laktoseintolerante Personen an.

 

Sojaprotein

Dieses Protein hat eine eher geringe biologische Wertigkeit (85) und kommt somit dem körpereigenen Eiweiß nicht besonders nah. D.h. auch, das der Gehalt an essenziellen (lebensnotwendigen, nicht vom Körper selbst hergestellten) Aminosäuren eher niedrig. Einzig und allein auf Sojaprotein zu setzen empfiehlt sich daher kaum (außer evtl. bei Intoleranzen/Allergien) – in Kombination mit Casein oder Whey erhöht sich aber die biologische Wertigkeit und damit die Verfügbarkeit für den Körper mit essenziellen Aminosäuren.

Aus diesem Grund legen Studien auch nahe, das die muskelaufbauenden Effekte gegenüber Whey und Casein eher im Nachteil sind.

Die Östrogene Wirkung durch enthaltene Phytoöstrogene sorgt immer wieder für Diskussionen. Inzwischen ist aber davon auszugehen das diese zu vernachlässigen ist, da die enthaltenen Mengen heutzutage kaum noch nachweisbar sind und wirklich ausschlaggebende hohe Mengen wohl kaum aufgenommen werden (können).

(Abgesehen davon ist inzwischen bekannt, das Östrogen beim Mann ebenso wichtig ist wie Testosteron. Ein Mangel kann zu Depressionen, Gewichtszunahme, Abfall der Leistungsfähigkeit und Libido führen. Daher ist eine „Verteufelung“ von Sojaprotein aus Angst der „Verweiblichung“ beim Mann übertrieben)

 

Eiprotein (Eialbumin)

Dieses ist kaum als Proteinkonzentrat auf dem Markt vorhanden. Vor allem durch den hohen Preis und des „gewöhnungsbedürftigen“ Geschmacks. Auch die biologische Wertigkeit ist mit ca. 90 eher noch niedrig. In der Regel ist Eiprotein in Casein- und Wheykonzentraten enthalten.